Sophie Scholl

 

Im Frühjahr 1942 formierte sich in München eine Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus, die

"Weiße Rose", zu der auch die Geschwister Hans und Sophie Scholl gehörten. Diese Gruppe versuchte unter Einsatz ihres Lebens mit Parolen auf Flugblättern und Wänden die Bevölkerung zum Widerstand gegen das Hitlerregime aufzurufen.

Bei einer dieser Flugblattaktion im Februar 1943 wurde die Kerngruppe der Weißen Rose in München mit Sophie Scholl verhaftet und einige Tage später hingerichtet

Der mutige Widerstand von Sophie Scholl und den anderen Mitgliedern der Weißen Rose sollte (trotz seiner schrecklichen Konsequenzen) eine Aufforderung an uns sein, Zivilcourage nicht nur im politischen sondern auch im alltäglichen Leben zu zeigen.

Der Name Sophie Scholl bedeutet für unsere Schule eine Würdigung des weiblichen Widerstandes im Nationalsozialismus und soll gleichzeitig eine Vorbildfunktion für unsere Schüler in freiheitlichem und eigenständigem Denken haben.

Die Berliner Künstlerin Wanda Pratschke hat sich in ihrer Kunst ganz dem "Weiblichen" verschrieben und deshalb die Bronzebüste der Sophie Scholl für unserer Schule geschaffen.

 

 

 

 

Sophie Scholl Teil II

 

Sophie Scholl wurde am 9. Mai 1921 in Forchtenberg geboren und ist am 22. Februar 1943 in München-Stadelheim gestorben. Sophie Scholl wuchs mit ihren 4 Geschwistern Inge, Hans, Elisabeth und Werner auf.
Als erstes wohnten sie in Forchtenberg, dann von 1930 bis 1932 in Ludwigsburg und ab 1932 in Ulf. Sophie Scholl glaubte nicht, dass die Nazis böse waren, deshalb ging sie in den BDM (Bund deutschen Mädels).
Nach dem Reichsparteitag 1936 sind Sophie und Hans am 1.11. zur Lebensgruppe dj.(Deutsche Jugendschaft) beigetreten. 1940 begann Sophie Scholl mit einer Ausbildung als Kindergärtnerin. Sie wurde gezwungen, ein halbes Jahr Reichsarbeitsdienst zu leisten. Ihr Bruder studierte Medizin in der Münchner Universität. Sophie Scholl beschloss, sich der "Weißen Rose" anzuschließen. Am 18. Februar 1943 wurde Sophie Scholl bei einer Flugblattaktion von einem Hausmeister, der auch ein SA-Mann war, in der Universität entdeckt. In der Münchner Gastapo-Zentrale wurde Sophie von Robert Mohr vom 18. bis 20. Februar verhört. Sophie Scholl schützte ihre Freunde, indem sie sich und Hans als die Hauptakteure darstellte. Vier Tage später, am 22. Februar in München, wurde sie im Volksgericht von Richter Roland Friesler zu Tode verurteilt. Sie wurde vom Strafrichter Johann enthauptet. Das Grab von Sophie Scholl befindet sich neben der Justizzuganstalt Stadelheim auf dem Friedhof am Perlacher Forst.